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Erzieherklasse 19 im Urwald Life Camp

Bereits in der zweiten Woche der Ausbildung fuhr die Erzieherklasse 19, der Johann August Röbling Schule von Mühlhausen, in die Jugendherberge „Urwald Life Camp“ nach Lauterbach im Nationalpark Hainich. Das Erlebnis fing bereits beim Schlafplatz an, denn neben der Jugendherberge gab es auch noch einen Zeltplatz und Tipis, doch wir zogen direkt in den Wald, in die Baumhäuser. Mit etwas Glück können wir sogar einige Siebenschläfer als Nachtgäste begrüßen. Der Bezug unserer Quartiere folgte im Anschluss, worauf wir uns alle schon sehr freuten. Danach erfolgte die Einführung in das Projektmodul 7 „Erlebnispädagogik“. Das gemeinsame Erarbeiten der Gruppenregeln beinhaltete, beispielweise den gegenseitigen Respekt oder das Beachten der Privatsphäre, da wir auf kleinstem Raum leben werden. Des Weiteren bildeten wir die Gruppen für die Belegarbeiten, die Teamspiele und für die Redaktion. Für uns klang das schon nach sehr viel Arbeit, was sich dann auch am Abend bestätigte. Das erste Ereignis des Tages war der Besuch der Nationalparkinformation, unter Führung eines Rangers des Hainich´s. Von ihm erfuhren wir, dass der Hainich mit einer Waldfläche von 13.000 Hektar das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschland ist. Das Motto der Nationalparke lautet: „Natur Natur sein lassen!“ Das bedeutet, dass Natur sich hier nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln kann.

Im Hainich heißt das, der Besucher spürt im Urwald die Kraft der Natur, das Ringen der Bäume um Licht, Wasser und Nährstoffe, entdeckt vielfältige Lebensräume, geschaffen durch ungestört ablaufende Prozesse. Zum Abschluss des Tages hatte Frau Schwanbeck noch ein Teamspiel vorbereitet. Das Spiel gehörte zu der Gruppe der Kennlernspiele. Bei diesem Spiel kamen so Einige von uns an ihre persönlichen Grenzen. Wir standen auf einem Stuhl und bildeten einen Kreis. Unsere Aufgabe war es, uns nach dem Geburtstag zu sortieren. Die größte Schwierigkeit daran war es die Stühle nicht zu verlassen, aber auch kein Wort zu sagen. Dadurch kam es natürlich auch vermehrt zu Körperkontakten, welche nach diesem langen heißen Tag nicht die schönsten Erfahrungen waren. Dennoch hatten wir viel Spaß und haben unsere Aufgabe erfolgreich gemeistert. Somit endete der erste erfolgreiche Tag in Lauterbach und wir sind schon sehr gespannt auf die nächsten Tage.

Der zweite Tag im Baumhauscamp begann direkt mit Aufregung. Zwei Siebenschläfer haben uns in der ersten Nacht schon besucht und sorgten für Schlaflosigkeit. Nach dem Frühstück ging es für uns frisch gestärkt zum ersten Teamspiel, dass individuell von den Gruppen vorbereitet wurde. Die Synchronisation der Teams, zur Erfüllung dieser Aufgabe stand hier im Vordergrund. Eins der Wochenziele ist die Belegarbeit, welcher wir uns bis zum Mittag widmeten. In dieser Zeit waren besonders Disziplin und Selbstmotivation notwendig.

Nachmittags besuchte uns ein Erlebnispädagoge und führte uns in die Methodenarbeit ein. Kleinere teambildende Spiele erheiterten die Stimmung und stärkten die Gruppe. Eine der größten Herausforderungen am heutigen Tag war der Besuch des Niedrigseilgartens. Dabei kamen auch so einige an ihre Grenzen, sind aber mit dieser Situation gewachsen und haben diese bewältigt. Am Abend fand eine Einführung in die Welt der Trommeln statt. Große Begeisterung und rege Beteiligung stärkten die Gruppendynamik. Teamspirit kam auf und die angehenden Erzieher forderten eine Zugabe, getreu nach dem Motto: „Das ist der Rhythmus, bei dem man mit muss!“

Unser Programm am Mittwoch startete direkt mit einer Wanderung in Richtung Kammerforst. Mit unseren gut gepackten Lunchpaketen hatten wir unseren ersten Halt an der historischen Betteleiche. An diesem tollen Platz bestritten wir bereits schwitzend das erste Teamspiel des Tages. Das Spiel „Eckchen“ forderte Konzentration, Koordination, Kraft und Ausdauer. Nach diesem Zwischenstopp ging es direkt, stillschweigend, weiter durch den Wald. Das leise Schleichen durch den Wald, eröffnete so manchem einen neuen Horizont, andere wurden von der Stille, der Natur erdrückt. Erschöpft kamen wir im Kletterwald an und nach einer kurzen Einführung ging es hoch hinaus. Einige von uns kamen dabei an ihr persönliches Limit. Das äußerte sich in Blut, viel Schweiß und Tränen. Ziel dieser Unternehmung war es, die Stärken des Einzelnen in unserer Gemeinschaft besser zu erkennen, uns wertschätzen zu lernen und so einander in herausfordernden Situationen zu vertrauen. Nun mussten wir die bereits gegangenen 5km auch wieder ins schöne Lauterbach zurücklegen. Zum Ausklang des Abends haben wir noch einige Runden „Wer bin ich“ gespielt. Dieses Teamspiel fundierte darauf, dass wir uns untereinander bereits etwas kannten und Merkmale zuordnen konnten. Zudem konnten wir voneinander Einzelheiten erfahren, welche wir zuvor noch nicht gewusst haben. Auch die Kommunikation stand mit im Vordergrund, denn man musste sich als Team auf Fragen einigen. Nach diesem anstrengenden Tag, freuten sich bereits alle auf ihre Betten, aber einige waren dennoch motiviert bis Mitternacht an der Belegarbeit zu schreiben.

„Heiße Stühle“ gab es schon früh am Morgen, denn es begann mit einem Teamspiel. Konzentration, Reaktion und Schnelligkeit standen hier im Mittelpunkt. So manche Stühle sind geflogen, da Geschwindigkeiten unterschätzt wurden. Mit etwas weniger Tempo ging es dann zurück in die Natur. Einige Aufgaben „erheiterten“ unseren Weg. Doch dann trafen wir auf neue Freunde. Die da hießen Berhard, Renee das Rentier, Knerten, Pitch und Siegbert. Zu Beginn waren sie nicht gerade gesprächig, aber wir gaben ihnen eine Stimme. Unsere Freunde hatten Holzköpfe und Steinnasen, denn wir bauten unsere imaginären Kumpel aus Naturmaterialien. Leider konnten wir von Berhard und Co. keine Hilfe erwarten, weil zum Schreiben unserer Belegarbeit Köpfchen gefragt war. Stunde um Stunde schwollen unsere Köpfe. Ein Lichtblick nahte, denn das letzte Teamspiel stand an. Menschliches Schach war das Thema und mit hops, hops, sprangen wir zum Ziel. Rauchzeichen beendeten unseren Abend und der Grill brannte heiß, dank unserem Fleiß.

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