Geschichte der Beruflichen Schulen des UH-Kreises


Anfang der 90er Jahre bot sich der ehemalige Standort "Mikroelektronik Mühlhausen" weitestgehend als verlassene Industriebrache dar.

Auch zwischenzeitliche Wunschträume hinterließen einen Torso: niemand konnte (... oder wollte) mit dem ehemals hochdotierten Vorzeigeobjekt etwas anfangen.

Opfer des wirtschaftlichen Niedergangs waren auch zwei bis 1998 im Rohbau errichtete Gebäude. Ihrer geplanten Form beraubt, waren achtgeschossige Funktionsgebäude und ein riesiger zweigeschossiger Hallenbau anscheinend nicht zu verwerten. Ergänzt wurden dieses Ensemble durch eine gegen Ende der DDR-Ära errichtete Schule in Plattenbauweise, die zur Berufsschule umfunktioniert war.

Insgesamt gab es am Standort, wenn auch in recht einfacher Bauweise, Baukörper mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 18 000 Quadratmetern. Der durch das Land Thüringen genehmigte Berufsschulkomplex des Kreises sah auf der "grünen Wiese" eine BGF von etwa 27 000 Quadratmetern vor, einschließlich der nur durch Neubau zu realisierenden Sporthalle und verschiedenen Spezialkabinette. Diese optimistische Zahl musste nun in sozialistischen Trivialbauten durch zeitgemäße Funktionen der Berufsausbildung mit Leben gefüllt werden.

Intensive Eingriffe in Konstruktion und Bausubstanz der Rohbauten waren nicht zu umgehen. Durch Abrisse wurde im Hallenbau ein lichtdurchfluteter Innenhof geschaffen; große "Gebäudeschneisen" signalisieren heute die Eingangszonen.

Im Funktionsbau war als Hauptproblem das für Schulbauten strenge Brandschutzkonzept zu klären, verbunden mit einer behindertengerechten Ausbildung in allen Bauteilen. Zusätzlich verbindet heute eine moderne Brückenkonstruktion die Bauteile.

Im Ursprungskonzept war für die bestehende Berufsschule lediglich eine Fassadenkosmetik vorgesehen. Nach intensiven Bauwerksuntersuchungen musste als Ergebnis akzeptiert werden, dass außer der Tragkonstruktion - trotz des geringen Bestandszeitraumes - alle Ausbauelemente zu ersetzen waren. Altbauten bedingen immer Rücksichtnahme auf den Bestand und sinnvolle (... auch kostenseitige) Abwägung zwischen Wunsch und realer Machbarkeit. Betrachtet man heute nach dreijähriger Bauzeit die Bilder vor und nach den Sanierungsmaßnahmen, lässt sich die Grundidee nachvollziehen.

Altes (... auch "sozialistisches Baugebilde") muss nicht zwangsläufig der Abrissbirne zum Opfer fallen. Mit architektonischen Ideen, dem Willen zu außergewöhnlichen, konstruktiven Lösungen und dem Einsatz moderner Baustoffe können auch im Ursprung anspruchslose Baukörper hochwertig veredelt werden.

Wer kann heute auf den ersten Blick noch den Unterschied zwischen sanierten Altbauten und den Neubauten Turnhalle und Mehrzweckbau konstatieren? Moderne Baustoffe aus auch für Berufsschüler widerstandsfähigen Kunst- und Natursteinen, edlen Metallverkleidungen und "fliegende Dächer" prägen die Baukörper. Verbunden durch attraktive Freizeit- und Sportflächen sowie die notwendigen Stellplätze ist im Unstrut-Hainich-Kreis ein über das Territorium hinaus bekanntes Zentrum der beruflichen Bildung entstanden, die bis jetzt die größte Berufsschule Thüringens. Und ... der Einsatz der Architekten und Fachingenieure lohnt sich für den Bauherren. Gegenüber einem in der Fläche vergleichbaren Neubaukomplex auf der "grünen Wiese" konnten ca. 50 Mio. DM (... in Worten: fünfzig Millionen DM) eingespart werden.




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